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Holzschuhfabrikant Albert Sahle (2. von li., 2. Reihe) im Kreis seiner Mitarbeiter. Sohn Paul hält das Schild, Greven 1936. Foto: aus dem Familienbesitz

Firmengeschichte

Eine scheinbare Fehlinvestition entpuppt sich als Glücksgriff

 

Die 1960er Jahre

 

In den 1920er Jahren begann Albert Sahle senior in Greven mit der Produktion von Holzschuhen, die Sohn Paul Sahle in den 1940er Jahren übernimmt. Unter der Leitung von Paul Sahle und dank der erfolgreichen Schuhkollektionen seiner Ehefrau Wilma expandiert die Firma stetig. Ende der 1960er Jahre produziert sie unter dem Markennamen „ladystar“ modische Damenschuhe zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. Nicht nur für den deutschen Markt: Auch nach Skandinavien, in die Schweiz und Niederlande liefert das Unternehmen seine Schuhe. Warum, fragt man sich daher, engagiert sich Paul Sahle ab Anfang der 1960er Jahre in einer völlig anderen Branche, nämlich der Wohnungswirtschaft? Wie so oft im Leben, hat der Zufall seine Hände mit im Spiel: Eine vermeintliche Fehlinvestition, der Kauf von Wohnraum für Mitarbeiter seiner Schuhfabrik, entpuppt sich bald schon als Glücksgriff.

Die 1970er Jahre

Bezahlbarer Wohnraum für die wachsende Bevölkerung

Hochhaus mit Kultstatus: Das 1976 fertiggestellte Sahle-373-Stufenhaus in Köln-Chorweiler bietet heute über 400 Menschen ein Zuhause.

In den 1970er Jahren herrscht zunehmende Wohnraumknappheit. Die Bevölkerung wächst stetig an und viele Menschen leben noch in Nachkriegsbauten ohne Badezimmer und Zentralheizung. Länder und Kommunen legen Förderprogramme auf, um den Bedarf an zeitgemäßen Wohnraum zu decken. Um der Wohnungsnot zu begegnen, beginnt das Sahle-Baubüro sich im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu engagieren. Auch über die Zeit des Baubooms schafft Sahle bezahlbaren und modernen Sozialwohnraum. Mit mehreren Hundert Wohneinheiten gehören die Neubauprojekte in Köln und Wuppertal zu den größten Sahle-Projekten in den 1970er Jahren. Überdies mausert sich das Baubüro zur Sahle Baubetreuungsgesellschaft. Und was das Unternehmen bisher immer extern vergeben hatte, führt es ab 1979 in eigener Regie durch: die bauwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Die 1980er Jahre

Jahre des rapiden Wachstums

Der ehemalige Bundeskanzler Hemut Schmidt legt 1983 den Grundstein für die Wohnanlage Bückmannshof in Essen-Altenessen, dem größten Neubauprojekt von Sahle in den 1980er Jahren. Bis 1987 werden dort in mehreren Bauabschnitten rund 400 Wohnungen erstellt.

Neubauten, Zukäufe, Umstrukturierung – dieser Dreiklang bestimmt die Unternehmensentwicklung in den 1980er Jahren. Umfangreiche Neubauprojekte – zum Beispiel in Erkrath, Unna und Lippstadt – kennzeichnen den Weg. Der Bückmannshof in Essen ist die größte neue Wohnanlage in dieser Zeit. Durch die Gründung der Ihr Haus – Sahle Massivbau GmbH wird das Angebotsspektrum erweitert und reicht nun von der geförderten Familienwohnung bis zum Eigenheim. Zudem erhält die Unternehmensgruppe dadurch die Möglichkeit, nun auch umfassende städtebauliche Lösungen für große Areale planen und verwirklichen zu können. 22 Jahre nach den ersten bauwirtschaftlichen Aktivitäten reagiert das Unternehmen 1985 auf die inzwischen erreichte Größe mit der ersten Umstrukturierung und der Gründung der Sahle Wohnen GbR als Eigentumsgesellschaft. Einen großen Schritt nach vorn macht das Unternehmen am Ende der Dekade durch den Zukauf von rund 5.500 Wohnungen der Nordwestdeutschen Siedlungsgesellschaft (NWDS). Gleichsam über Nacht verdoppelt sich dadurch der bisherige Bestand und Sahle expandiert in den ostwestfälischen Raum. Dieses Engagement im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau festigt den Ruf als namhaftes, überregional tätiges Wohnungsunternehmen.

Die 1990er Jahre

Jahre der energetischen Modernisierung und des Zufriedenen Wohnens

Noch während sich am Rosenhügel in Velbert-Neviges die Kräne drehen, werden die Bewohner des neuen Quartiers am Rande von Velbert-Neviges von Sahle Wohnen zu einem großen „Kennenlern-Fest“ eingeladen.

Die Zeichen stehen weiter auf Expansion: Nach der Flaute in den 1980er Jahren wird der soziale Mietwohnungsbau jetzt wieder angekurbelt. Schließlich drängen nach dem Mauerfall neue Wohnungssuchende von Ost nach West in die Metropolen. Die Neubauprojekte werden ambitionierter: Sahle Wohnen erwirbt größere innerstädtische Industriebrachen oder Grundstücke auf der „grünen Wiese“, um angesichts der riesigen Nachfrage im großen Maßstab modernen und erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. An vielen Standorten wird jetzt modernisiert, insbesondere im energetischen Bereich, um Energie und Emissionen einzusparen. Andernfalls würden den Bewohnern die stetig steigenden Heizkosten davon galoppieren. Unternehmensintern wird in diesen Jahren ein Paradigmenwechsel eingeleitet: Vom Verwalter und Vermieter zum kundenorientierter Anbieter des Gesamtpaketes „Zufrieden wohnen“ in allen Facetten.

Die 2000er Jahre

Strategiewechsel: Ein neuer Blick auf das Mieterwohl

In Frankfurt beziehen hunderte Menschen auf den ehemaligen amerikanischen Kasernenflächen „Betts“ und „Atterberry“ entlang der Friedberger Landstraße (Mitte) ihre neuen Wohnungen und Reihenhäuser.

In den 2000er Jahren verändert sich der Wohnungsmarkt abermals: Das Wohnungsangebot übersteigt in manchen Regionen inzwischen die Nachfrage. Zufriedene Kunden sind das höchste Gut für die Eigentümer. Sie sollen sich bei Sahle langfristig zu Hause fühlen. Mit der Einführung der neuen Unternehmensphilosophie „Sahle wohnen –zufrieden wohnen“ werden Abläufe und Strukturen des Unternehmens ganzheitlich am Mieterwohl ausgerichtet. Noch mehr Präsenz vor Ort ist nötig. Die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea wird ins Leben gerufen. Sie führt Mieter in den Wohnanlagen zusammen und lädt zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Um Nebenkosten zu senken, werden eigene Subunternehmen gegründet, zum Beispiel für die Reinigung, Aufzugswartung oder Heizungsanlagen, denn Fremdfirmen arbeiten für viel Geld oft unzuverlässig. Gleichzeitig wächst das Unternehmen weiter. In Frankfurt wird ein ganzer Stadtteil neu gebaut, in Duisburg ein Areal zum Mehrgenerationenwohnen umgebaut und in Bonn übernimmt und modernisiert Sahle große Teile des städtischen Wohnungsbestands. Auch in Essen, Köln, Münster, Velbert, Wuppertal und vielen anderen Städten ziehen Mieter in Neubauten des Unternehmens.

Die 2010er Jahre

Neue Marktteilnehmer und neue Wohnraum-Engpässe

In Berlin lag jahrelang die einzige Sahle-Wohnanlage, in dessen Außenanlage kein Baum wuchs. Die Firma Gegenbauer spendete daher für diese Anlage einen Baum, den Friederich Sahle (r.) gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Gegenbauer Property Services, Klaus-Jürgen Weidling (l.) und Ralf Semmler (m.), Geschäftsführer der d.b.g. Datenbankgesellschaft, am 18.04.2012 einpflanzte.

Die Verkaufswellen der Vorjahre haben den Wohnungsmarkt verändert, aber nicht unbedingt bereichert: Internationale Investmentgesellschaften vernachlässigen auf der Jagd nach kurzfristigen Renditen die Instandhaltung und lassen soziale Verantwortung in der Hausbelegung vermissen, z. T. mit dramatischen Folgen für Mieter und Städte. Weil zudem immer mehr geförderte Objekte der 70er und 80er Jahre aus der Sozialbindung fallen, suchen vor allem in boomenden Großstädten immer mehr Menschen bezahlbaren Wohnraum. Doch den Kommunen fehlt das Geld, selbst in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Auch börsennotierte Wohnungsgesellschaften verabschieden sich aus dem margenschwachen Feld. Abermals entgegen dem Trend hält Sahle am sozialen Wohnungsbau und der langfristigen Werterhaltung des Gebäudebestands fest. Zugleich ergänzen Gewerbeimmobilien in 1a-Lagen wie Hamburg Jungfernstieg oder Frankfurter Zeil nun das Portfolio. Unternehmensintern beginnt der Generationenwechsel.

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