Parea-Aktivitäten machen nachbarschaftliches Miteinander auch in Krisenzeiten erlebbar

Soziale Mieterbetreuung in Zeiten von Corona

Greven, 3. April 2020

An rund 50 Standorten in 21 Städten arbeitet das Wohnungsunternehmen Sahle Wohnen mit der Parea zusammen. Dort übernimmt die gemeinnützige Dienstleistungsgesellschaft im Auftrag des Unternehmens unter anderem die soziale Betreuung von Senioren. Neben Beratungs- und Informationsdiensten gehören dazu auch Veranstaltungsangebote, die das nachbarschaftliche Miteinander und die Integration neuer Mieter in das Wohnumfeld fördern. Aufgrund der Corona-Krise und des damit einhergehenden Kontaktverbots war es ab Montag, 16. März 2020 notwendig, alle Gemeinschaftsräume umgehend zu schließen und sämtliche Gemeinschaftsaktivitäten einzustellen.

Senioren besonders vom Kontaktverbot betroffen

Wo ein persönlicher Kontakt im direkten Austausch nicht mehr möglich ist, sind neue Formen der sozialen Betreuung und des nachbarschaftlichen Miteinanders gefragt, wie Parea-Geschäftsführer Thorsten Seelig betont: „Senioren sind besonders von dem Kontaktverbot betroffen, da sie zu den Risikogruppen gehören und viele von ihnen alleine leben. Sie sollen wissen, dass wir auch in Zeiten der Corona-Krise für sie da sind und alles tun werden, um ihnen das Zuhause-Bleiben zu erleichtern und das Band des nachbarschaftlichen Miteinanders nicht abreißen zu lassen.“

Binnen weniger Tage ist es Parea gelungen, verschiedene Alternativangebote für die älteren Mieterinnen und Mieter von Sahle Wohnen zu verwirklichen. Schon am Mittwoch, 18. März 2020 wurde die Nachbarschaftsaktion „Wir sind für Sie da!“ ins Leben gerufen. Seither organisieren die Parea-Mitarbeiterinnen vor Ort freiwillige Helfer für Senioren, die Hilfe beim Einkaufen benötigen und nicht auf familiäre Unterstützung zurückgreifen können. „Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend. Bei uns haben sich mehr freiwillige Helfer als Hilfesuchende gemeldet“, berichtet Parea-Teamleiterin Monika Brieder aus Frankfurt am Main.

Abwechslung und Unterhaltung in den Alltag bringen

Telefonische Sprechstunden und Telefonpatenschaften sorgen dafür, dass der persönliche Kontakt zu den Senioren auch in Zeiten von Corona gewährleistet ist. „Wir vermitteln Hilfsangebote, sind beratend tätig und gerade jetzt auch Anlaufstelle für Senioren, die einfach nur mal reden wollen“, gibt Parea-Teamleiterin Olga Hoch aus Erkrath ihre bisherigen Erfahrungen aus der Krisenzeit weiter. Kontakt zu den Senioren wird jedoch nicht nur über Telefon und E-Mail gehalten. Postkarten mit Frühlingsgrüßen werden in die Briefkästen geworfen, kleine Aufmerksamkeiten wie mit Naschereien gefüllte Ostertütchen oder Seifen in Herzform vor die Wohnungstüren gelegt. Seit Kurzem erhalten die Senioren zudem jede Woche ein von den Parea-Mitarbeiterinnen selbst gestaltetes Heft mit Rätseln, Bastelanleitungen und Malvorlagen, Gedichten und Geschichten. „Die Senioren freuen sich riesig über regelmäßige Beschäftigungsangebote“, so Teamleiterin Jennifer Klahölter aus Dorsten.

Um die Senioren sinnvoll zu beschäftigen, lassen sich die Parea-Mitarbeiterinnen noch einiges mehr einfallen. Sporttraining, das sonst vis-à-vis im Gemeinschaftsraum absolviert wird, findet nun in einigen Seniorenwohnanlagen unter freiem Himmel in angemessenem Abstand voneinander statt. Konkret heißt das: Übungen werden im Außenbereich der Wohnanlage gut sichtbar demonstriert, sodass die Senioren auf ihren Balkonen problemlos mitmachen können. Auch das Singen im Chor ist bei gutem Wetter kein Problem. So haben beispielsweise die Bewohner der Paulinum-Seniorenwohnanlage in der Wickenburgstraße in Essen-Weststadt gemeinsam auf ihren Balkonen gesungen, angeleitet von der im Innenhof der Wohnanlage stehenden Chorleiterin Christel Tillmann. „Trotz Kontaktverbot kann durch das gemeinsame Singen Nähe entstehen“, so Jennifer Klahölter.

Und es geht weiter. Zurzeit bereiten einige Parea-Mitarbeiterinnen aus Köln Sportvideos zum Mitmachen vor, andere wiederum planen gemeinsam mit Sahle Wohnen eine besondere Partie Bingo, die künftig gute Unterhaltung für die Bewohner der Seniorenwohnanlagen verspricht. „Der Einsatz lohnt sich. Die Senioren fühlen sich nicht alleingelassen in diesen schwierigen Zeiten“, so Geschäftsführer Thorsten Seelig.

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Jutta Morrien

Pressereferentin
Bismarckstraße 34
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