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Gesund wohnen im neuen Zuhause

Richtiges Heizen und Lüften in Neubauten

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich für eine Neubauwohnung mit modernem Standard entschieden und genießen dadurch viele Vorteile. Damit Sie sich in Ihrem frisch errichteten Heim so richtig wohl fühlen können, sollten Sie ein paar Kniffe beachten.

 

Gerade in Neubauten ist es besonders wichtig, von Anfang an bewusst zu heizen und zu lüften. Neben der alltäglich produzierten Feuchtigkeit durch Kochen oder Duschen geben in neuen Gebäuden auch die frischen Baustoffe zunächst noch Feuchtigkeit ab – die so genannte Restbaufeuchte.

 

Effizientere Wärmeschutzmaßnahmen tragen dazu bei, dass Neubauten heute „dichter“ sind als früher. Gut gedämmte Fenster, Türen und Fassaden verhindern, dass verbrauchte und feuchte Luft von selbst nach draußen entweicht. Um eine zu hohe Feuchtigkeit in der Raumluft und das Wachstum von Schimmelpilzen zu vermeiden, sollten Sie daher alle Räume Ihrer Wohnung von Anfang an ausreichend heizen und lüften.

 

Viele glauben, sie könnten Heizkosten sparen, indem sie wenig heizen und lüften. Doch nur durch regelmäßiges Lüften kann die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft entweichen. Am besten gelingt dies, wenn die Raumtemperatur nicht zu kühl ist. Was in Ihrem Neubau außerdem zu beachten ist, können Sie hier nachlesen.

 

Wir wünschen Ihnen in Ihrem neuen Zuhause ein gutes und gesundes Wohnklima!

Luft austauschen

Gezielt lüften!

Neubauten sind heute „dichter“ als früher, das heißt es gibt keinen ungewollten Luftaustausch zwischen drinnen und draußen. Indem Sie häufiger und richtig dosiert lüften, können Sie die verbrauchte Luft, Feuchtigkeit, Staub, Gerüche und Schadstoffe hinaus befördern.

 

 

  • Für Feuchtigkeit in der Wohnung gilt das gleiche Prinzip, wie im Auto. Bei beschlagenen Scheiben muss dringend gelüftet werden.

 

  • Einen intensiven Luftaustausch erreichen Sie nur mit einer Stoß- oder Querlüftung. Das heißt: Öffnen Sie die Fenster für kurze Zeit vollständig. Noch wirksamer ist es, Fenster auf gegenüberliegenden Seiten weit zu öffnen und einmal quer durch die Wohnung zu lüften.

 

  • Gerade morgens nach dem Aufstehen empfiehlt es sich, richtig durchzulüften, besonders dann, wenn Sie nachts bei geschlossenem Fenster schlafen. Über die Atemluft und die Haut gibt der Körper ständig Feuchtigkeit ab – pro Nacht etwa einen halben Liter.

 

  • Lüften Sie die Räume zwei- bis viermal täglich – egal bei welchem Wetter. Im Winter reichen schon fünf bis zehn Minuten aus, um einen vollständigen Luftaustausch zu erreichen. Im Frühjahr und Herbst können Sie auch länger lüften.

 

  • Wie oft Sie die Räume lüften sollten, hängt auch von deren Nutzung ab. So genannte „Feuchtespitzen“, wie sie beim Duschen, Baden oder Kochen entstehen, sollten Sie sofort weglüften. Im fensterlosen Bad übernimmt das Lüftungssystem diese Aufgabe. 

 

  • Stellen Sie vor dem Lüften die Heizung ab oder niedriger. Sonst lüften Sie die Wärme zum Fenster hinaus.

Keine gute Alternative:

Gekippte Fenster

Nur Stoß- und Querlüften sorgen für einen wirksamen Luftwechsel. Durch ständig gekippte Fenster erfolgt kein wirklich effektiver Luftaustausch. Stattdessen erhöht das Dauerlüften über gekippte Fenster den Energieverbrauch und das Schimmelpilzrisiko, weil Fensterrahmen und Fenstersturz stark auskühlen.

Restbaufeuchte entfernen

Genug heizen!

In Massivneubauten sind die Feuchtigkeitswerte durch die Restbaufeuchte automatisch höher als in Altbauten, denn in der Bauphase wird extrem viel Wasser verwendet, etwa durch den natürlichen Wassergehalt der Baustoffe und das Abbindewasser für Beton, Mörtel oder Fliesenkleber. Darum ist es besonders wichtig, im Neubau alle Räume ausreichend zu heizen.

 

Feuchte Innenräume sind der Nährboden für Schimmelpilze. Sie können die Gesundheit gefährden und die Bausubstanz schädigen.

  • Durch die Einhaltung von Raumtemperaturen zwischen 18 und 24° C können Sie die vorhandene Baufeuchte innerhalb eines halben bis dreiviertel Jahres aus Ihrer Neubauwohnung entfernen.

 

Als optimale Raumtemperaturen gelten:

  • im Schlafzimmer: 18 Grad
  • in der Küche: 18 bis 20 Grad
  • in den Wohnräumen: 20 bis maximal 22 Grad
  • im Bad: 24 Grad
  • im Kinderzimmer: 22 Grad

 

  • Auch nach Austrocknung des Neubaus sollten Sie diese Richtwerte einhalten, denn die meiste Feuchtigkeit in der Raumluft verursachen Sie selbst. In einem 3-Personen-Haushalt kommen pro Tag 6 bis 8 Liter Wasser zusammen, unter anderem durch duschen, kochen, spülen und Wäsche trocknen.

 

  • Heizen Sie auch die Räume, die Sie wenig nutzen. Da hier auch weniger Feuchtigkeit entsteht, kann die Heizung etwas niedriger gestellt werden.

 

  • Wenn Sie zu wenig oder gar nicht heizen, kühlen Wände und Decken aus. Die Feuchtigkeit kann sich an kalten Stellen in der Wohnung niederschlagen und auf Dauer zur Schimmelpilzbildung führen.

 

  • Halten Sie Türen zwischen unterschiedlich geheizten Räumen stets geschlossen. So verhindern Sie, dass sich warme, feuchte Luft im kühleren Nachbarraum als Kondenswasser niederschlägt.

 

  • Vermeiden Sie es, unregelmäßig zu heizen. Ist die Heizung aus, steigt die Luftfeuchtigkeit und damit die Gefahr von Schimmelpilzbefall. Außerdem kühlt die Wohnung stark aus und das Wiederaufheizen kostet besonders viel Energie und Geld. Wenn das Heizungsventil ganz abgedreht war, springt die Heizung beim Aufheizen nur langsam wieder an und verbraucht mehr Energie, als bei kontinuierlichem Betrieb.

Hilfreicher Assistent:

Das Hygrometer

Mit dem Wohnklima-Messgerät von Sahle Wohnen oder vergleichbaren Geräten (Hygrometer) können Sie die relative Feuchte, also die Sättigung der Raumluft mit Wasser bzw. Feuchtigkeit, leicht kontrollieren. Mit einer relativen Feuchte zwischen 40 und 55 % bei 19 bis 22 Grad sorgen Sie für ein gesundes Wohnklima in Ihrer Wohnung.

Zusätzliche Feuchtigkeit vermeiden

Worauf es noch ankommt

Mit dem richtigen Heizen und Lüften können Sie die Luftqualität in Ihrer Wohnung ganz einfach verbessern. Wenn Sie zusätzlich noch ein paar Hinweise beachten, steht einem guten Klima in Ihrer Wohnung nichts mehr im Wege.

 

  • Überprüfen Sie Raumtemperatur und Luftfeuchte regelmäßig mit dem Wohnklima-Messgerät von Sahle Wohnen oder vergleichbaren Geräten (Hygrometer).

 

  • Denken Sie daran, den Filter in der Lüftungsanlage im Bad mindestens zweimal im Jahr zu wechseln.

 

  • Beschränken Sie die Anzahl zusätzlicher Feuchtquellen, wie beispielsweise Zimmerpflanzen, Zimmerspringbrunnen oder Aquarium, insbesondere ohne Abdeckung.

 

  • Vermeiden Sie es, Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Nutzen Sie dafür die vorhandenen Trockenräume.

 

  • Stellen Sie große Möbelstücke nicht direkt an die Außenwand. Halten Sie einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Wand ein, damit die Luft auch hinter den Möbeln zirkulieren kann.

 

  • Halten Sie die Heizkörper frei von Verkleidungen, Vorhängen oder Gardinen, um die Wärmeabgabe nicht zu behindern.

 

Haben Sie weitere Fragen? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kundencentern sind gerne für Sie da!

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