Unternehmensgeschichte

Die Historie von Sahle Wohnen

Jeder Mensch braucht ein Zuhause. Mit dem Bau von Wohnungen für seine Mitarbeiter im Grevener Hansaviertel legt der Schuhfabrikant Paul Sahle im Jahr 1963 den Grundstein für das Unternehmen Sahle Wohnen. Seit fast 60 Jahren schaffen wir nun bezahlbaren Wohnraum, in dem sich unsere Mieter gut aufgehoben fühlen.

Firmengeschichte

1960
Januar 1

Eine scheinbare Fehlinvestition wird zum Glücksgriff

Eine scheinbare Fehlinvestition wird zum Glücksgriff
In den 1920er Jahren beginnt Albert Sahle senior in Greven mit der Produktion von Holzschuhen, die sein Sohn Paul Sahle in den 1940er Jahren übernimmt. Unter seiner Leitung und dank der erfolgreichen Schuhkollektion seiner Ehefrau Wilma expandiert die Firma stetig. Um für seine Mitarbeiter Wohnraum bereitzustellen, baut Paul Sahle 1963 eine Wohnanlage im damals neu entstehenden Hansaviertel in unmittelbarer Nähe zur Schuhfabrik. Viele Mitarbeiter wollen jedoch nicht umziehen und bleiben in ihren bisherigen Wohnungen. Anstatt die Wohnanlage wieder zu verkaufen, vermietet Paul Sahle einen Großteil an das holländische Militär. Aufgrund der wachsenden Wohnraumnachfrage entscheidet er sich, diesen Geschäftsbereich auszubauen– und legt damit den Grundstein für das Wohnungsunternehmen Sahle Wohnen.
1970
Januar 1

Bezahlbarer Wohnraum für die wachsende Bevölkerung

Bezahlbarer Wohnraum für die wachsende Bevölkerung
Eine Zeit zunehmender Wohnraumknappheit: Die Bevölkerung wächst stetig an, viele Menschen leben noch in Nachkriegsbauten ohne Badezimmer und Zentralheizung. Länder und Kommunen legen Förderprogramme auf, um den Bedarf an zeitgemäßem Wohnraum zu decken. Um der Wohnungsnot zu begegnen, beginnt das Sahle-Baubüro sich im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu engagieren. Mit mehreren Hundert Wohneinheiten gehören die Neubauprojekte in Köln und Wuppertal zu den größten Projekten in den 1970er Jahren. Das Sahle-Baubüro mausert sich zur Sahle Baubetreuungsgesellschaft. Ab 1979 führt das Unternehmen auch die bauwirtschaftlichen Tätigkeiten in Eigenregie durch.
1980
Januar 1

Die Jahre des rapiden Wachstums

Die Jahre des rapiden Wachstums
Neubauten, Zukäufe, Umstrukturierung – dieser Dreiklang bestimmt die Unternehmensentwicklung in dieser Zeitperiode. Umfangreiche Neubauprojekte, z.B. in Unna und Erkrath, kennzeichnen den Weg. Durch die Gründung der Ihr Haus Sahle Massivbau GmbH wird das Angebotsspektrum erweitert und reicht nun vom geförderten Wohnraum bis zum Eigenheim. Auf großen Arealen werden umfassende städtebauliche Lösungen geplant und verwirklicht. Ende dieses Jahrzehnts kauft das Unternehmen im Zuge der „Neue Heimat-Pleite“ rund 5.500 Wohnungen der Nordwestdeutschen Siedlungsgesellschaft (NWDS) auf. Quasi über Nacht verdoppelt sich so der bisherige Bestand.
1990
Januar 1

Jahre der energetischen Modernisierung und des „Zufrieden Wohnens“

Jahre der energetischen Modernisierung und des „Zufrieden Wohnens“
In dieser Dekade stehen die Zeichen weiterhin auf Expansion: Nach der Flaute in den 1980er Jahren wird der soziale Mietwohnungsbau wieder angekurbelt. Schließlich drängen nach dem Mauerfall neue Wohnungssuchende aus dem Osten in die westlichen Metropolen. Das Unternehmen entscheidet sich daher gegen Investitionen in den neuen Bundesländern. An vielen Standorten modernisiert Sahle Wohnen seine Bestände, insbesondere im energetischen Bereich, um Energie und Emissionen einzusparen. Unternehmensintern wird in diesen Jahren ein Paradigmenwechsel eingeleitet: vom Verwalter und Vermieter zum kundenorientierten Anbieter des Gesamtpakets „Zufrieden wohnen“.
2000
Januar 1

Das Mieterwohl hat höchste Priorität

Das Mieterwohl hat höchste Priorität
In den 2000er Jahren gewinnen Serviceorientierung und Kundennähe, insbesondere auch in der Wohnungswirtschaft, immer mehr an Bedeutung. Für Sahle Wohnen ergibt sich daraus ein neuer Blick auf das Wohl seiner Mieter. Mit der neuen Unternehmensphilosophie „Wohnklima“ werden Abläufe und Strukturen des Unternehmens ganzheitlich daran ausgerichtet. Sahle Wohnen initiiert die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea, die Mieter in den Wohnanlagen zusammenführt und zu gemeinsamen Aktivitäten einlädt. Gleichzeitig wächst das Unternehmen weiter: In Frankfurt am Main errichten wir einen ganzen Stadtteil neu, in Bonn übernimmt Sahle Wohnen große Teile des städtischen Wohnungsbestands, in Essen, Köln, Münster, Velbert, Wuppertal und vielen anderen Städten ziehen Mieter in unsere Neubauten.
2010
Januar 1

Neue Marktteilnehmer und neue Wohnraum-Engpässe

Neue Marktteilnehmer und neue Wohnraum-Engpässe
Die Verkaufswellen der Vorjahre verändert den Wohnungsmarkt, aber bereichert ihn nicht unbedingt: Internationale Investmentgesellschaften vernachlässigen auf der Jagd nach kurzfristigen Renditen die Instandhaltung und lassen soziale Verantwortung in der Hausbelegung vermissen. Weil zudem immer mehr geförderte Objekte der 70er und 80er Jahre aus der Sozialbindung fallen, suchen vor allem in boomenden Großstädten immer mehr Menschen bezahlbaren Wohnraum. Doch manchen Kommunen fehlt das Geld, selbst in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Auch börsennotierte Wohnungsgesellschaften verabschieden sich aus dem margenschwachen Feld. Abermals entgegen dem Trend hält Sahle Wohnen am sozialen Wohnungsbau und der langfristigen Werterhaltung des Gebäudebestands fest.